Mittwoch, 28. September 2016

Beobachtungsprotokoll vom 27.09.2016

Hinweis: Dieses Beobachtungsprotokoll ist in erster Linie für mich selbst. Ich stelle es dennoch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Vielleicht findet der ein oder andere ja Interessant, womit ich meine Nächte verbringe … ;)

Ort: Rimis Castle - Backyard
GoTo: Nope
Ausrichtungsstern: Deneb (diente lediglich zum Überprüfen, ob mein Lichtpunktsucher noch passt)
Seeing (Schulnoten): 2
Okulare/Filter: 40mm Superplössl (damit hat man an diesem Teleskop zwar „nur“ 25-fache Vergrößerung, aber ich mag dieses „Fernglasfeeling“)
Beobachtete Objekte: Albireo, NGC 457, NGC 884 & 869, Algol, Almaak, NGC 752, M15, Wega mit E1 Lyr & 4Lyr A, M45
Bilder: Nope … nur ein Bild vom Arbeitsgerät ;)


Ich bin immer wieder begeistert, wie viel Spaß ein Teleskop für unter 300€ bringt :) (Keine Angst, die Augen meines Hundes leuchten nur im Dunkeln) ;)
Cam: Galaxy S5
Anmerkungen/Notizen: Ich wollte zwar im Urlaub meistens mit meiner „Sternwarte“ (Skywatcher 200/1000 Newton mit Go-To) arbeiten, jedoch waren mir die Vorhersagen für diesen Abend zu unsicher. Als klar war, dass es Klar bleibt, war es zu Dunkel um das Monster noch aufzubauen.

Es war aber einfach zu schön, um nicht zu beobachten, weswegen ich mich für eine Old-School-Beobachtung mit dem kleinsten Teleskop meines Fuhrparks entschieden habe. Unterstützung bekam mein Teleskop diesmal durch mein neues Monokular von Omegon.

Bedingt durch die Tatsache, dass ich diesmal ohne Go-To gearbeitet habe, konnte ich den dunkelsten Standort auf meinem Grundstück nutzen. (1) Ich sehe von dort aus zwar nur einen sehr schmalen Bereich des Nachthimmels, bin aber komplett von störenden Lichtquellen abgeschirmt.

Das Arbeiten mit Teleskop und Monokular in Kombination war Neu für mich, aber extrem Interessant, und bestimmt nicht das letzte Mal. Ich hatte mir eine kleine Liste geschrieben, die ich wie folgt abarbeitete: Objekt von der Stellarium-App anzeigen lassen, mit dem Monokular aufsuchen und betrachten, anschließend im Teleskop einstellen und intensiv beobachten.

E1 Lyr & 4Lyr standen nicht auf meiner Liste. Mir ist dieser Doppelstern ein paar Tage zuvor beim ersten Test des Monokulars aufgefallen. Er ist definitiv einen Besuch mit dem Teleskop wert.

Ebenfalls einen Besuch wert ist Albireo (ja, ich weiß, den hatte ich schon mehrmals im Programm, aber ich kann mich einfach nicht satt sehen, an diesem wunderschönen Doppelstern) Er sieht bereits im Monokular/Fernglas toll aus. Hier ist eine kleine Auffindhilfe, erstellt mit Stellarium.


Noch steht das Sommerdreieck hoch am Himmel. Schnappt Euch ein Fernglas, geht raus, und findet Albireo! :)

Toll war auch, endlich wieder die Plejaden (M45) beobachten zu können, auch wenn ich bis nach ein Uhr warten musste, bis sie hoch genug für das Teleskop waren. Mit dem Monokular hatte ich sie schon um kurz nach 12 beobachtet.

Fazit: Ja, ein Beobachtungsabend ohne Go-To ist Arbeit. Auch wenn ich nicht alle Objekte, gefunden habe, die ich auf meiner Liste hatte, ist es eine Arbeit, die Spaß macht und in Zusammenarbeit mit einem Monokular um einiges leichter wird. Mit Sicherheit nicht mein letzter Old-School-Beobachtungsabend. :)

(1) Beim arbeiten mit der Go-To-Steuerung muss ich bei der Wahl des Standorts darauf achten, dass die Sterne, die ich zum Ausrichten brauche, nicht durch Häuser, Bäume etc. verdeckt sind.

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